Psychoneuroimmunologie

Ein relativ junges Forschungsfeld ist die Psychoneuroimmunologie.

Sie beschäftigt sich mit der Interaktion des Nervensystems, des Hormonsystems und des Immunsystems. Man weiß heute, dass die Botenstoffe des Nervensystems auf das Immun- und Hormonsystem wirken und umgekehrt.

So erklären sich körperliche Reaktionen auf psychisch-emotionale Zustände.

Unser Nervensystem aktiviert in Situationen, die es als gefährlich einstuft, eine so genannte „Stresskaskade“. Diese setzt verschiedene Botenstoffe und Hormone frei – unter anderem das Adrenalin, das Histamin und das Cortisol.

Ist das Nervensystem nicht in der Lage, die Stresssituation erfolgreich zu bearbeiten und die Stresskaskade wieder aufzulösen, kommt es zu einer Dauererregung im Nervensystem, die auch als „Überaktivierung“ bezeichnet wird. Dabei findet man im Blut einen um ein Vielfaches erhöhten Spiegel von Stresshormonen und damit auch eine deutlich gesteigerte Allergiebereitschaft und Infektanfälligkeit. Hinzu kommen eine erhöhte Muskelspannung, eine gestörte Organfunktion und irgendwann auch ein chronischer  Erschöpfungszustand.

Findet das Nervensystem nicht in einen normalen, entspannten Zustand zurück, dann wird die andauernde Überaktivierung früher oder später zur Entwicklung von Krankheitssymptomen auf der körperlichen und der geistig-seelischen Ebene führen.

Hier ist dann eine ganzheitliche Behandlung des Nervensystems zur Regulation dieser Aktivierung angezeigt.