"Durch den Rhythmus des Atmens sind wir verbunden mit dem natürlichen Rhythmus allen Lebens – aufnehmen und abgeben, schöpfen und loslassen, innen und aussen, Leben und Tod." (Sylvia Spachmann-Schmidt) 

MeditationFeb22
Atem ist Leben

In vielen Kulturen war - und ist man teilweise noch heute -  der Ansicht, dass der Atem Sitz und Ausdruck der Lebenskraft sein muss. Atmen wird als das Anzeichen für Leben bei Mensch und Säugetier angesehen. Mit dem ersten Atemzug wird "die Seele eingeatmet", beginnt also das Leben und mit dem letzten Atemzug "entweicht die Seele" und der Lebensfunke erlischt. In vielen Sprachen sind die Worte für "Atem" und "Seele" ähnlich oder sogar identisch - wie zum Beispiel im Lateinischen das Wort anima, welches gleichsam die Seele und den Atem bezeichnet.

Der nicht greifbare und unsichtbare Atem wird in der Vorstellung vieler Naturvölker auch in Verbindung gebracht mit dem Element Luft und dem Wind, welche ähnliche Eigenschaften aufweisen. Die Aktivität der Geister und Ahnenseelen drückt sich aus im Spiel des Windes in den Blättern der Bäume - kraftvoll und unfassbar zugleich. 

Es ist also nicht verwunderlich, dass der Atem auch in vielen spirituellen Praktiken eine große Rolle spielt.

Leben ist Atem

In der Räucher-Zeremonie überantwortet man dem Wind/der Luft die Gebete und Wünsche, damit sie zu den Göttern getragen werden. In der Yoga-Praxis werden Körper und Geist über das Praktizieren von Atemübungen verbunden. Im chinesischen Quigong gilt der Atem als eine Quelle für die Lebensenergie Qi. Auch im Buddhismus ist der Atem einer der wichtigsten Ankerpunkte für den Geist zum Kultivieren von Gewahrsein. 

Im Workshop werden wir uns mit der Bedeutung des Atems in der Meditation beschäftigen.Wir werden unterschiedliche Atemtechniken und verschiedene Übungs- und Meditationsformen kennen lernen. 

 


 

Datum:               Sonntag, 06. Februar 2022
Zeit:                     11:00 h bis ca. 17:00 h
Ort:                      Seminarraum Bonn

 

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